Verkaufs-Hypnose

In London hat jetzt ein Laden aufgemacht, den ich in Berlin auch gerne besuchen würde.

Eine Modeboutique hat Hypnosespiralen in ihren Schaufenstern installiert. Wer vorbeigeht und neugierig auf die rotierenden Spiralen blickt, kriegt schnell den Tunnelblick – und wird hypnotisiert (so die dahinterstehende Idee).

Im Laden selbst werden Kunden dann auf verschiedenste Arten weiter zum Kaufen beeinflusst.

Nicht nur durch den Einsatz von verkaufsfördernden Duftstoffen, sondern auch durch unterschwellige Botschaften, die über die Lautsprecher ausgestrahlt werden.

Dass diese Art von Verkaufs-Hypnose nicht so unmittelbar funktioniert, ist Ihnen hoffentlich klar.

Dennoch: mehr verkaufen werden sie durch diese hypnotischen Methoden mit großer Wahrscheinlichkeit doch.

Vor allem weil es eine super PR-Aktion ist und viele Leute neugierig macht, die deshalb die Läden aufsuchen werden.

Und: Gedankenkontrolle-Experimente der CIA haben schon vor Jahrzehnten gezeigt, dass Menschen tatsächlich beeinflussbarer werden, wenn sie glauben beeinflusst zu werden.

Außerdem ist es ein wirklich interessantes Konzept. Denn Kaufhäuser, Supermärkte und Einkaufszentren benutzen schon seit vielen Jahren psychologisch ausgetüftelte Techniken um Ihre Umsätze anzukurbeln.

Allerdings tun sie das eher unter dem Deckmantel der Geheimhaltung – der Kunde soll bloß nichts davon merken, wie subtil und doch wirkungsvoll er zum Geldausgeben beeinflusst wird.

Die Transparenz dieser Aktion ist nicht nur mutig, sondern mit Sicherheit auch effektiv.

Und so funktioniert die Verkaufs-Hypnose aus anderen Gründen, als man das vielleicht auf Anhieb annimmt.

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